Bevor BuchDeinZimmer gebaut wurde, standen Gespräche mit Gemeinden und einem Freizeithaus. Vier Dinge kamen immer wieder und eines blieb bewusst draußen.
An einem Weihnachtsabend war aus zwölf Freizeiten ein Vorsatz geworden: Ordnung in das Durcheinander bringen. Ein Vorsatz, besonders zum Jahreswechsel, ist schnell gefasst. Die schwierigere Frage kam danach: Was braucht eine Freizeit wirklich und was brauche nur ich? Schließlich war ich nicht der einzige Organisator von Freizeiten.
Mit dieser Frage begann das Jahr 2025.
Mit wem ich gesprochen habe
Ich habe mit mehreren christlichen Gemeinden gesprochen, die selbst Freizeiten organisieren, und mit einem Freizeithaus, das sie aufnimmt. Zwei Seiten derselben Woche: Die einen bringen die Gruppe, das andere die Betten und das Essen.
Ich wollte wissen, wo es bei ihnen hakt und ob ihnen meine Idee gefällt.
Vier Dinge, die immer wieder kamen
Eine Stelle für die Anmeldung, im eigenen Kreis. Eine Freizeit ist keine Massenveranstaltung. Man kennt sich, oder man lernt sich kennen. Die Anmeldung soll deshalb an einem Ort zusammenlaufen, aber im Kreis der Eingeladenen bleiben. Sie soll für alle, die dazugehören, leicht zu erreichen sein und trotzdem vertraut und überschaubar bleiben.
Zimmer und Essen. Das sind die persönlichsten Fragen einer Freizeit. Gelingen sie, prägen sie die Stimmung einer Gruppe im Guten.
Die Kosten an einer Stelle. Wer zahlt was, wer hat schon gezahlt, was kostet das Einzelzimmer mehr? Solange das in mehreren Listen steht, rechnet jemand nach.
Der Aufwand, alles zusammenzuhalten. Kein einzelner Schritt ist schwer. Schwer ist, dass jeder Schritt am anderen hängt: Eine Abmeldung ändert das Zimmer, das Zimmer die Kosten, die Kosten die Liste für das Haus.
Nichts prägt eine Freizeit so sehr wie die Frage, wer mit wem das Zimmer teilt und was auf den Tisch kommt.
Was es schon gab
Werkzeuge für Anmeldungen gibt es viele, und sie können einiges: Tickets, An- und Abreise, manche sogar Mahlzeiten. Was ich damals nicht fand, war eines, das für Jugend- und Gemeindefreizeiten gedacht ist. Eine Freizeit war dort ein Sonderfall: Sie musste mit dem auskommen, was für alle Arten von Veranstaltungen gebaut wurde.
Das Freizeithaus beschrieb sein eigenes Programm als träge und in die Jahre gekommen. Wechseln konnte es trotzdem nicht, weil es keine Alternative gab.
Das war der Moment, in dem aus „wäre schön" ein „fehlt" wurde.
Was bewusst draußen blieb
Genauso wichtig wie die Liste der Wünsche war die Liste dessen, was nicht hineinkommt. Der größte Punkt darauf: das Bezahlen über die Plattform.
Es klingt bequem, ist aber streng reguliert und aufwendig. Die Gemeinden, mit denen ich sprach, hätten es nicht genutzt. Der Teilnehmer zahlt deshalb direkt an den Veranstalter, wie er es kennt.
Zentral war etwas anderes: diese Zahlung so einfach wie möglich zu machen und festzuhalten, wer was bezahlt hat.
Und wer baut das?
Aus den Gesprächen wurden die ersten Entwürfe, zunächst auf Papier. Die Blätter gibt es nicht mehr, aber was darauf stand, steckt heute in der App.
Damit war klar, was eine Freizeit in erster Linie braucht und was nicht. Zwei Fragen waren noch offen:
- Für wen noch? Wer hat ähnliche Bedürfnisse?
- Und wer baut das alles?
Ich begann, Entwickler zu suchen.

